Freiham Architektur

29.04.2020

So planen die Architekten das neue Herz von Freiham Nord

 

München, 28.04.2020 Das zukünftige Stadtteilzentrum von Freiham Nord gilt als Kern eines europaweit beachteten Pioniermodells der Stadtentwicklung. Die vier Baufelder mit insgesamt 90.000 m2 Geschossfläche hatte die Münchner Rosa-Alscher Gruppe erworben – zwei von ihnen wurden inzwischen an die partnerschaftlich auftretende ISARIA Wohnbau AG veräußert. Für die Bebauungspläne des Herzstücks von Freiham Nord rund um den Mahatma-Gandhi-Platz zeichnet das Hamburger Architekturbüro Störmer Murphy and Partners verantwortlich. Die Baufeldfreimachung ist bereits abgeschlossen – ein guter Zeitpunkt, kurz vor Baustart den Architekten über die Schultern zu schauen.

 

Das Tor von Freiham Nord

Störmer Murphy and Partners waren mit ihren Entwürfen im Januar 2019 als Sieger aus einem Realisierungswettbewerb hervorgegangen. Ihr Ansatz ist folgender: Das Stadtteilzentrum wird einmal das repräsentative Tor zum neuen Stadtteil Freiham Nord sein – einer lebendigen, bunt gemischten Nachbarschaft, in der vielseitige Angebote für Wohnen und Arbeiten, Freizeit, Bildung und Kultur verknüpft werden. Helle Materialien, Holz und Naturstein und die ausdrucksstarke, skulpturale Arkadenarchitektur um den zentralen Mahatma-Ghandi-Platz prägen dieses Lebensgefühl und verleihen dem Quartier eine unverwechselbare Identität. Mit einem Netz von Straßen und Plätzen, Durchgängen, Passagen und privaten Höfen entstehen abwechslungsreiche private und öffentliche Räume, Wege und Blicke. Der markante Wohnturm mit seiner besonderen Fassade wirkt auch aus der Ferne als Erkennungszeichen für den neuen Stadtteil.

Der Masterplan folgt dem innerstädtischen Vorbild und sieht ein kompaktes, nutzungsgemischtes Stadtquartier vor, in dem entlang belebter Straßenräume viele Geschäfte, Cafés und Dienstleistungen angeordnet sind. Es wird als Anlauf- und Versorgungspunkt über die Grenzen Freihams hinaus dienen. Für die Bewohner ist alles für den täglichen Bedarf in fußläufiger Entfernung erreichbar. Durch begrünte Innenhöfe und Dachgärten mit direkten Zugängen aus den Wohnungen müssen sie dennoch nicht auf Privatsphäre und lärmgeschützte, individuelle Freiräume verzichten. Dieses Konzept hat die hochkarätige Jury Fach- und Sachpreisrichtern beeindruckt, der auch Unternehmenschef Alexander Rosa-Alscher angehörte: „Ich bin von dieser Lösung sehr beeindruckt und glaube, dass wir hier alle einen großen Wurf landen können, der einmal Münchner Städtebaugeschichte schreiben wird.“

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Die architektonischen Herausforderungen liegen vor allem in einem sinnvollen Ausbalancieren der zum Teil sehr unterschiedlichen Interessen und Anforderungen der künftigen Anwohner, Besucher und Gewerbetreibenden, ohne dabei Abstriche in der Gestaltung einer anspruchsvollen, abwechslungsreichen und vielfältigen Architektur zu machen. Der Architekt Kasimir Altzweig weist auf einen besonderten Punkt hin: „Die Entwicklung der Arkadenarchitektur als ,Markenzeichen´ für den neuen Stadtteil ist von der ersten Skizze bis zur technischen Umsetzung sehr spannend. Hierfür gibt es keine Lösung ,von der Stange. Im größeren Kontext reizt uns die Aufgabe, einen Beitrag zur lebenswerten und zukunftsfähigen Gestaltung der Stadt zu leisten, der die gegensätzlichen Bedürfnisse von privatem und öffentlichem Leben berücksichtigt. „Wir wollen dem Stadtteilzentrum ein unverwechselbares architektonisches Gesicht verleihen, das Impulse zu einem bunten städtischen Leben gibt.“

Ein überzeugendes Entrée

Der Entwurf von Störmer Murphy and Partners stellt eine harmonische Mischung von Einzelhandel, Dienstleistungen und Gastronomie her. Das architektonische Gesamtbild des Stadtteilzentrums nördlich der Bodenseestraße dient aber auch als visuell wahrnehmbares Entrée zu Freiham Nord. Mit den Bauarbeiten wird voraussichtlich im Herbst 2020 begonnen. Die Fertigstellung ist für 2023 geplant.

Von Hamburg aus München im Blick

Für die Hamburger Architekten ist Freiham Nord ein außergewöhnlicher Auftrag. Projekte in dieser Größenordnung gibt es in Deutschland nicht viele. Mit der Hamburger HafenCity hat das renommierte Büro jedoch das größte innerstädtische Stadtentwicklungsgebiet Europas vor der Haustür, in der es bereits einige Bauten realisiert hat und an der es viel lernen und beobachten kann. Derzeit planen Störmer Murphy and Partners hier das höchste Holzgebäude Deutschlands, das auf 19 Geschossen etwa 180 Wohnungen enthalten wird.

 

Über die Rosa-Alscher Gruppe:

Die Rosa-Alscher Gruppe verwirklicht seit Jahrzehnten bemerkenswerte Architektur und prägende Projekte im Münchener Stadtbild. Höchste Bauqualität schafft dabei Immobilienobjekte und Investitionswerte, die sich ästhetisch anspruchsvoll, aber auch funktional und ökonomisch zeigen. Planen heißt für die zur Gruppe gehörenden Büros, SAM Architekten und SAM Plantech, allerhöchste Präzision. Von der Projektskizze bis zur detaillierten Ausführungsplanung. Entwickeln ist die zweite wichtige Säule der Rosa-Alscher Gruppe: Mit Herz und Verstand werden die Projekte von der Grundstücksbeschaffung bis zur Übergabe der nachhaltigen, renditestarken Immobilie vorangetrieben. Realisieren von Visionen – das schafft Alexander Rosa-Alscher mit seiner Gruppe, die alle Schritte der Bauentstehung begleitet: Die Firmenstruktur verbindet sämtliche Planungsleistungen aus einer Hand und schafft stadtprägende Architektur.

Über Störmer Murphy and Partners

Die von Kasimir Altzweig, Holger Jaedicke, Martin Murphy und Jan Störmer geführte Störmer Murphy and Partners GbR geht auf das 1990 gegründete Büro Alsop & Störmer Architects zurück. Seither hat das Büro zahlreiche nationale und internationale Architekturwettbewerbe gewonnen, über 60 anspruchsvolle Kultur-, Hotel- und Verwaltungsgebäude realisiert und ist mit einer Reihe von Architekturpreisen ausgezeichnet worden.  Im Team des Büros mit Sitz auf der Hamburger Fleetinsel arbeiten derzeit rund 40 Architekten, neben dem Stadtteilzentrum Freiham unter anderem am unter anderem am Holzbau-Hochhaus „Wildspitze“ und dem Neuländer Quarree im Hamburg-Harburger Hafen.

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© Rosa-Alscher Gruppe

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